Dort hängen sie heute noch, denn inzwischen ist Sabine Timoteo zu einer viel beachteten Charakterdarstellerin gereift, nachdem sie sofort mit ihrer ersten großen Rolle in dem Kino-Roadmovie "L' Amour" (2000) von Philip Gröning bekannt wurde. Für ihre Rolle einer Stricherin, die mit einer Zufallsbekanntschaft durch die winterliche Landschaft zieht, wurde sie auf dem Filmfestival Locarno mit dem Bronzenen Leoparden und auf dem Solothurner Filmfestival mit dem Schweizer Filmpreis als beste Darstellerin ausgezeichnet.
Danach ging es Schlag auf Schlag, denn in Maria Speths Drama "In den Tag hinein" (2000) spielte Sabine wieder eine Suchene, und erneut eine Prostituierte verkörperte sie in Edward Bergers Kriminalfilm "Schimanski - Kinder der Hölle" (2001), in dem sie neben Götz George vor der Kamera stand und der sie auch dem deutschen TV-Zuschauer bekannt machte. Ebenfalls 2001 entstand Dominik Grafs Liebesdrama "Die Freunde der Freunde", in dem Sabine zu der hochkarätigen Besetzung um Matthias Schweighöfer und Jessica Schwarz gehörte und mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt wurde.
Nach einer Nebenrolle in der deutsch-französischen Koproduktion "Mutanten" (2001) spielte Sabine 2003 die Hauptrolle in der vorhersehbaren, wenn auch recht witzigen Komödie "Wie man seinen Ex verlässt". Hier verkörperte sie eine junge Schwangere, die von ihrem Freund verlassen wird. Schon bald setzt sie alle Mittel ein, um diesen zurückzubekommen... Ein Beziehungsdrama hingegen war "Sugar Orange" (2003) von Andreas Struck: Als Lena verliebt sich Sabine in Leo alias Lucas Gregorowicz, doch dieser knabbert noch immer an den Folgen einer längst vergangenen Freundschaft. Mit Julia Hummer sah man sie dann 2005 in Christian Petzolds steifen Drama "Gespenster", gefolgt von Matthias Glasners kontrovers diskutiertem Vergewaltiger-Drama "Der freie Wille" mit Jürgen Vogel. Wieder mit Vogel und Daniel Brühl sah man sie in Sebastian Schippers faszinierender Komödie "Ein Freund von mir" (2006).
Weitere Filme mit Sabine Timoteo: "Flanke ins All", "Kleine Fische" (2006), "Nebenwirkungen" (2007), "Tatort - Gesang der toten Dinge", "Das Vaterspiel" (beide 2009), "Brownian Movement","Homevideo" (beide 2010), "Die Farbe des Ozeans" (2011), "Formentera" (2012), "Die schwarzen Brüder" (2013).
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