In drei neuen Folgen der ZDF-Dokureihe "Kielings wilde Welt" präsentiert der Tierfilmer Andreas Kieling unter anderem Eindrücke von seinen Reisen nach Kasachstan, Island und Südgeorgien. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den Folgen "Vogelparadies" und "Säugetierparadiese" dabei ebenso präsent.
Andreas Kieling reist seit mehr als drei Jahrzehnten in die entlegensten Winkel des Planeten, um Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu filmen. Welche Abenteuer und faszinierenden Szenen er dabei erlebt, zeigt die 2014 gestartete ZDF-Reihe "Kielings wilde Welt". Drei neue Folgen unter Regie von Tanja Dammertz und Iris Gesang sind nun erstmals bei ARTE zu sehen. Wie gewohnt verbindet der inzwischen 65-Jährige dabei faszinierende Geschichten von exotischen Orten mit Natur-Impressionen aus seiner deutschen Heimat.
So beginnt die Episode "Vogelparadiese" (20.15 Uhr) auf der deutschen Insel Helgoland: Hier besucht Kieling eine der "gefährlichsten Fischbuden Deutschlands". Grund dafür sind die Möwen, die es auf die frittierten Fisch- und Kartoffelstücke abgesehen haben. Als Schutz vor den gierigen Vögeln bekommt die Kundschaft extra Möwen-Abwehrschirme gereicht. Die Angriffslust der Möwen sei jedoch nichts im Vergleich zu jenem Vogel, den Kieling auf Island einst beobachtete, sagt er: Die Küstenseeschwalbe setzt ihren scharfen Schnabel insbesondere in der Brutzeit ein. Die wie immer spektakulären Aufnahmen zeigen dies am Beispiel einer großen Raubmöwe, die von etlichen Küstenseeschwalben attackiert wurde.
Beeindruckend ist auch die riesige Kolonie der Königspinguine, die Andreas Kieling in Südgeorgien besuchte: Mehr als 100.000 Vögel leben hier dicht an dicht. Wie sich die Alt-Vögel und ihre Jungen im Getümmel wiederfinden, demonstriert der Film.
Dauerhaft präsent in den Geschichten von Andreas Kieling sind jedoch auch die Auswirkungen des Klimawandels. Besonders tragisch ist dabei das Erlebnis, von dem der Tierfilmer in der zweiten neuen Episode "Säugetierparadiese" (20.55 Uhr) erzählt: In Kasachstan beobachtete Kieling 2015 eine große Saiga-Herde. Die Hornträger mit der auffälligen Schnauze sind die einzige Antilopen-Art Asiens. Innerhalb weniger Tage wurde Kieling Zeuge von Tausenden Geburten, aber auch von einem Massensterben innerhalb der Herde. Was den Tod der mehr als 200.000 Tiere damals verursachte, erklärt Andreas Kieling nun, zehn Jahre später, in "Kielings wilde Welt". Bereits am Mittwoch, 2. April, stehen beide Episoden in der ARTE-Mediathek zum Abruf bereit. Eine dritte neue Episode "Kielings wilde Welt – Wasserparadiese" zeigt ARTE am Freitag, 11. April, um 18.35 Uhr, im TV sowie bereits ab Donnerstag, 10. April, online in der Mediathek.
Kielings wilde Welt – Do. 03.04. – ARTE: 20.15 Uhr