Stefan Raab – ein Name, der für eine ganze Generation von TV-Zuschauern untrennbar mit deutschem Entertainment verbunden ist. Doch der Weg des gebürtigen Kölners ins Rampenlicht war alles andere als gewöhnlich. Bevor Raab das deutsche Fernsehen revolutionierte, stand er hinter der Fleischtheke: Er machte eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb und schloss diese mit der Note „sehr gut“ ab. Parallel dazu versuchte er sich im Studium der Rechtswissenschaften – aber so richtig packte ihn diese Welt nie – seine wahre Leidenschaft war das Entertainment.
Die ersten Schritte in die Medienwelt machte Stefan Raab als Jingle-Produzent. Vom „ARD-Morgenmagazin“ bis hin zum Kölner Musiksender VIVA – der damals noch unbekannte Raab machte sich als findiger Komponist einen Namen. Doch es dauerte nicht lange, bis er vom Produzenten zum Moderator wurde: Mit „Vivasion“ moderierte er seine erste eigene Sendung auf VIVA.
1999 kam dann der große Knall: „TV total“ startete auf ProSieben. Mit bissigen Kommentaren, legendären TV-Schnipseln und einem Humor, der keine Grenzen kannte, wurde die Show schnell zu einer der erfolgreichsten im deutschen Free-TV.
Aus „TV total“ entstanden zahlreiche Kultformate:
Stefan Raab hat nicht nur ein Händchen für TV, sondern auch für Musik. 1994 rappte er sich mit „Böörti Böörti Vogts“ in die Charts. Weitere Hits wie „Maschen-Draht-Zaun“ oder „Hier kommt die Maus“ folgten.
Doch sein größtes musikalisches Vermächtnis? Der Eurovision Song Contest. 1998 schrieb er für Guildo Horn „Guildo hat euch lieb!“ und katapultierte den ESC zurück ins deutsche Rampenlicht. 2000 trat er selbst mit „Wadde hadde dudde da?“ an – Platz 5 für Deutschland! 2010 dann der Mega-Coup: Er förderte Lena Meyer-Landrut und bescherte Deutschland mit „Satellite“ den ersten ESC-Sieg seit 1982.
Nach seinem TV-Comeback arbeitet Stefan Raab im Jahr 2025 wieder mir der ARD zusammen. Das Ziel: ein Sieg beim ESC 2025 in Basel.
2015 dann der Schock: Raab verabschiedete sich aus dem TV-Geschäft. Doch ganz konnte er es nicht lassen. 2018 tauchte er mit einer Live-Show auf – allerdings ohne Fernsehübertragung. 2020 erfand er den „Free European Song Contest“, eine ESC-Alternative in Corona-Zeiten. Und dann 2024: Raab wagte sich in den Ring, kämpfte gegen Regina Halmich, verlor – und war plötzlich zurück in der Öffentlichkeit. Raab trat in unterschiedlichen RTL-Shows auf, zuerst nur auf RTL+, dann auch im Free-TV.
Während Raab im TV alle Grenzen sprengte, zog er privat klare Linien. Über sein Leben abseits der Kameras ist wenig bekannt. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin und zwei Töchtern in Köln – mehr ist nicht bekannt.