Musik-Biopic

"Gundermann" räumt beim Deutschen Filmpreis 2019 ab

von teleschau

Sechs aus zehn: "Gundermann" von Andreas Dresen ist der Gewinner des Abends beim Deutschen Filmpreis und verweist damit Caroline Links Publikumshit "Der Junge muss an die frische Luft" auf Rang zwei.

Am Freitagabend wurde im Palais am Funkturm in Berlin zum 69. Mal der Deutsche Filmpreis verliehen. Die sogenannte Lola gilt als deutsches Pendant zum Oscar und stellt den wichtigsten nationalen Filmpreis dar. Die Lola in Bronze für den besten Spielfilm ging an die Hape-Kerkeling-Biografie "Der Junge muss an die frische Luft" (Regie: Caroline Link), den zweiten Platz sicherte sich Wolfgang Fischer für sein Flüchtlingsdrama "Styx". Beide mussten sich jedoch der Musikerbiografie "Gundermann" geschlagen geben, die mit dem Hauptpreis, dem Deutschen Filmpreis in Gold, prämiert wurde.

Andreas Dresen wurde als bester Regisseur für "Gundermann" ausgezeichnet. Er setzte sich damit ebenfalls gegen Link und Fischer durch. Und auch Alexander Scheer nahm die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller für seine Leistung in "Gundermann" entgegen. Er verkörpert die Titelrolle des Baggerfahrers, Liedermachers und Umweltschützers. Susanne Wolff durfte die Trophäe für die beste weibliche Hauptrolle entgegennehmen. Mit ihrer Leistung in "Styx" verwies sie ihre Kolleginnen Luise Heyer ("Das schönste Paar") und Aenne Schwarz ("Alles ist gut") auf die hinteren Plätze – Heyer kann sich immerhin mit dem Gewinn der Lola in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle ("Der Junge muss an die frische Luft") trösten.

"Gundermann" kann damit zweifelsohne als der große Gewinner des Abends gefeiert werden: Der in zehn Kategorien nominierte Film konnte ganze sechsmal den Deutschen Filmpreis für sich verbuchen. Neben den erwähnten Trophäen konnte das Werk auch Auszeichnungen in den Kategorien Bestes Drehbuch (Laila Stieler), Bestes Kostümbild (Sabine Greunig) und Bestes Szenenbild (Susanne Hopf) ergattern.

Drei Preisträger standen schon im Vorfeld fest: Filmemacherin Margarethe von Trotta ("Die bleierne Zeit") wurde mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet, Regisseurin Caroline Link erhält für die Hape-Kerkeling-Verfilmung "Der Junge muss an die frische Luft" die Lola für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres (rund 3,5 Millionen Kinozuschauer) – damit dürfte die Niederlage in den Prestigekategorien Beste Regie und Bester Film nicht ganz so schmerzvoll für die Oscarpreisträgerin ("Nirgendwo in Afrika") gewesen sein. Mit dem Bernd-Eichinger-Preis wurde Produzent Christian Becker ("Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer") geehrt.

Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der deutschen Filmbranche. Der mit fast drei Millionen Euro dotierte Preis wird seit 1951 verliehen. Über die Preisträger entscheiden die Mitglieder der Deutschen Filmakademie.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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