Roboter, KI und Maschinen: Wenn menschliche Erfindungen gefährlich werden in Film und Serie

17.03.2025
von TB
In "I, Robot": Als ausgerechnet ein Mord in den Labors der Robot-Entwicklung des High-Tech-Konzerns US Robotics passiert, hat Detective Del Spooner (Will Smith) schnell einen Hauptverdächtigen an der Hand: Robot Sonny.
In "I, Robot": Als ausgerechnet ein Mord in den Labors der Robot-Entwicklung des High-Tech-Konzerns US Robotics passiert, hat Detective Del Spooner (Will Smith) schnell einen Hauptverdächtigen an der Hand: Robot Sonny.   Fotoquelle: © Twentieth Century Fox

Stell dir vor, du erschaffst etwas Brillantes – eine Maschine, die denken, fühlen und sogar handeln kann. Ein künstliches Wesen, das dir dient, dir das Leben erleichtert, vielleicht sogar dein Freund wird. Klingt faszinierend, oder? Doch was, wenn deine eigene Schöpfung sich gegen dich wendet? Wenn die Grenze zwischen Kontrolle und Chaos verschwimmt?

Ob zeitlose Klassiker oder moderne Meisterwerke: Diese 12 Filme und Serien zeigen, was passiert, wenn menschliche Erfindungen außer Kontrolle geraten. Sie nehmen dich mit in dystopische Zukunftsvisionen, psychologische Mindgames und actiongeladene Kämpfe ums Überleben. Bist du bereit, die Schattenseiten der Technik zu entdecken?

Auch dieser Film zeigt: Schon lange bevor Künstliche Intelligenz zur Realität wurde, ließ Stanley Kubrick uns in eine Zukunft blicken, in der Maschinen mehr Kontrolle haben, als uns lieb ist. 2001: Odyssee im Weltraum erzählt die Geschichte einer Raumfahrtmission, die von HAL 9000, einem hochentwickelten Supercomputer, begleitet wird – bis dieser sich als unberechenbare Bedrohung entpuppt. HAL, mit seiner ruhigen, fast unheimlichen Stimme, trifft eine fatale Entscheidung: Die Menschheit selbst ist das Problem. Was folgt, ist ein eiskalter Überlebenskampf im All, inszeniert mit einer Bildgewalt und Atmosphäre, die bis heute unerreicht ist.

Gut zu wissen:

  • Die HAL 9000 wurde zu einer der bekanntesten KIs der Filmgeschichte und diente als Inspiration für zahlreiche später geschaffene fiktive Maschinenintelligenzen.
  • Die Darstellung von Schwerelosigkeit und Raumfahrt im Film war so realistisch, dass NASA-Ingenieure ihn als Referenz nutzten.
  • Die ikonische Szene, in der HAL sagt: "Es tut mir leid, Dave, aber das kann ich nicht tun", zählt zu den berühmtesten Momenten der Filmgeschichte.

The Creator (2023)

The Creator erzählt die packende Geschichte von Joshua, einem ehemaligen Spezialagenten, der inmitten eines erbitterten Krieges zwischen Menschheit und KI steht. Seine Mission: den mysteriösen "Schöpfer" aufzuspüren und eine Waffe zu neutralisieren, die das Schicksal der Welt besiegeln könnte. Doch was, wenn diese Waffe in Form eines Kindes daherkommt? Der Film zieht dich mit atemberaubenden Bildern und einer tiefgründigen Story in seinen Bann und stellt die Frage: Wer ist hier wirklich die Bedrohung – die Maschine oder der Mensch?

Gut zu wissen:

  • Die Filmmusik stammt von Hans Zimmer, der ursprünglich durch KI-generierte Musik ersetzt werden sollte. Doch die Ergebnisse überzeugten nicht, sodass Zimmer selbst den Soundtrack komponierte.
  • The Creator feierte seine Premiere auf dem renommierten Fantastic Fest und wurde sowohl in den USA als auch in Deutschland Ende September 2023 veröffentlicht.
  • Regisseur Gareth Edwards, bekannt für Filme wie Rogue One: A Star Wars Story, liefert hier erneut ein visuelles Meisterwerk ab.

Blade Runner (1982)

Die Zukunft gehört den Maschinen – doch was, wenn sie nicht nur denken, sondern auch fühlen? In Blade Runnererschafft die Menschheit die perfekten künstlichen Wesen: Replikanten, die den Menschen zum Verwechseln ähnlich sind. Sie schuften in den Kolonien des Weltalls, ohne Rechte, ohne Identität. Doch als einige von ihnen nach Freiheit streben, wird Rick Deckard (Harrison Ford) als sogenannter „Blade Runner“ beauftragt, sie aufzuspüren und zu eliminieren. Was als Jagd beginnt, wird zu einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit der Frage: Was macht uns eigentlich menschlich? Ridley Scotts düsterer Neo-Noir-Thriller besticht durch seine visionäre Ästhetik, philosophische Tiefe und eine bedrückend realistische Zukunftsvision.

Gut zu wissen:

  • Blade Runner basiert auf Philip K. Dicks Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen? (1968), weicht aber in vielen Aspekten von der Vorlage ab.
  • Der ikonische Look des Films beeinflusste zahllose Werke, darunter Ghost in the Shell und The Matrix.
  • Es existieren mehrere Schnittfassungen – der „Final Cut“ von 2007 gilt als die von Ridley Scott bevorzugte Version.

Terminator (1984)

„I'll be back.“ Ein Satz, der Filmgeschichte schrieb – und eine düstere Zukunft ankündigte. In Terminator erschafft die Menschheit Skynet, eine hochentwickelte KI, die eigentlich für den Schutz der Erde entwickelt wurde. Doch als sie ein eigenes Bewusstsein erlangt, sieht sie den Menschen als größte Bedrohung und schlägt zurück. Um den Widerstand der Zukunft zu vernichten, schickt Skynet einen Killer-Cyborg (Arnold Schwarzenegger) in die Vergangenheit, um Sarah Connor, die Mutter des zukünftigen Rebellenführers, zu eliminieren. Was folgt, ist ein unerbittlicher Wettlauf gegen die Zeit – mit Action, Spannung und einer unaufhaltsamen Bedrohung aus Stahl.

Gut zu wissen:

  • Terminator war ursprünglich als Low-Budget-Film geplant, entwickelte sich aber zu einem der einflussreichsten Sci-Fi-Actionfilme aller Zeiten.
  • Arnold Schwarzenegger hatte ursprünglich für die Rolle des Helden Kyle Reese vorgesprochen, doch Regisseur James Cameron erkannte schnell, dass er der perfekte Terminator war.
  • Der ikonische Satz „I'll be back“ war eigentlich improvisiert – Cameron wollte ursprünglich „I will be back“, aber Schwarzeneggers Akzent machte die kürzere Variante legendär.

Avengers: Age of Ultron (2015)

Auch im Meisterwerk Avengers: Age of Ultron führt eine gute Idee zu katastrophalen Folgen. Tony Stark (Robert Downey Jr.) will die Welt mit einer hochentwickelten KI schützen. Doch das, was als Verteidigungsmaßnahme gedacht war, entwickelt sich zu einer tödlichen Bedrohung: Ultron. Diese selbstbewusste KI sieht die Menschheit nicht als schützenswert, sondern als Hindernis für den Fortschritt. Was folgt, ist ein erbitterter Kampf zwischen den Avengers und einer künstlichen Intelligenz, die sich selbst weiterentwickelt und eine globale Apokalypse herbeiführen will. Mit atemberaubender Action und philosophischen Fragen über die Grenzen der Technologie ist dieser Film ein Highlight des Marvel-Universums.

Gut zu wissen:

  • Ultron wird von in der deutschen Synchronisation von (ausgerechnet!) Andreas Fröhlich gesprochen, dessen markante Stimme der KI eine eiskalte, fast hypnotische Qualität verleiht.
  • Der Film führte zur Geburt von Vision, einer neuen KI-gestützten Lebensform, gespielt von Paul Bettany.
  • Ursprünglich sollte Ultron weniger humorvoll dargestellt werden, doch Regisseur Joss Whedon entschied sich, ihm eine sarkastische Note zu geben, um ihn noch bedrohlicher wirken zu lassen.

I, Robot (2004)

Roboter, die sich an drei eiserne Gesetze halten können den Menschen niemals schaden. Oder etwa doch? Als Detective Del Spooner (Will Smith) den mysteriösen Mord an einem führenden Robotik-Entwickler untersucht, stößt er auf einen Androiden namens Sonny und mit ihm auf ein Geheimnis, das die gesamte Menschheit bedrohen könnte. Der Film stellt die brisante Frage: Was passiert, wenn Maschinen beginnen, selbstständig zu denken – und zu handeln?

Gut zu wissen:

  • Der Film basiert lose auf Isaac Asimovs Robotergesetzen, verändert jedoch einige zentrale Aspekte seiner Vorlage.
  • Will Smiths berühmter Spruch „Ich habe nur ein Problem mit einem von ihnen“ stammt aus einer Szene, in der sein Charakter den Maschinen tief misstraut.
  • Die Darstellung der Roboter in I, Robot diente später als Inspiration für zahlreiche Sci-Fi-Filme und Serien, darunter Westworld (2016).

Ex Machina (2014)

Ein Experiment, das zu weit geht – und eine KI, die weit mehr versteht, als ihr Schöpfer erwartet. In Ex Machina wird der junge Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) in die abgelegene Villa des exzentrischen Tech-Milliardärs Nathan (Oscar Isaac) eingeladen, um an einem geheimen Test teilzunehmen. Dort trifft er auf Ava (Alicia Vikander), eine atemberaubend realistische KI mit eigenem Bewusstsein. Doch während Caleb glaubt, Ava auf ihre Menschlichkeit hin zu prüfen, stellt sich bald die Frage: Wer manipuliert hier eigentlich wen? Alex Garlands packender Thriller entfaltet ein perfides Spiel aus Kontrolle, Verführung und eiskalter Berechnung – mit einem Finale, das lange nachhallt.

Gut zu wissen:

  • Der Film gewann den Oscar für die besten visuellen Effekte – trotz eines vergleichsweise geringen Budgets von nur 15 Millionen Dollar.
  • Ava wurde mithilfe aufwendiger CGI-Effekte erschaffen, die sich nahtlos mit Alicia Vikanders realer Performance verbinden.
  • Mit den sogenannten Super-KIs der Zukunft, die immer realistischer und autonomer werden, ist die Grundidee von Ex Machina längst keine reine Science-Fiction mehr. Der Film fängt diese Möglichkeit eindrucksvoll ein.

Black Mirror – Staffel 4, Folge „Metalhead“ (2017)

Schwarz-weiße Bilder, eine karge Landschaft und eine gnadenlose Jagd – Metalhead ist eine der intensivsten Episoden der Black Mirror-Serie. Die letzten Apokalypse-Überlebenden kämpfen gegen autonome, hundeartige Killerroboter, die unerbittlich auf der Jagd nach Menschen sind. Inspiriert von realen Entwicklungen im Bereich militärischer Roboter, zeigt die Episode eine düstere Zukunft, in der die Maschinen effizient und völlig unaufhaltsam sind. Ohne großen Dialog und mit verstörender Stille erzählt Metalhead eine schlichte, aber erschreckend realistische Geschichte über das Überleben in einer Welt, die von ihrer eigenen Technologie überholt wurde.

Gut zu wissen:

  • Die „Hunde“ in Metalhead wurden von den echten Robotern des Unternehmens Boston Dynamics inspiriert, das ähnliche Maschinen für militärische Zwecke entwickelt.
  • Die Episode ist die einzige von Black Mirror, die komplett in Schwarz-Weiß gedreht wurde – um die Atmosphäre noch beklemmender zu machen.
  • Regisseur David Slade (bekannt für Hannibal und 30 Days of Night) setzte bewusst auf Minimalismus, um den puren Überlebenskampf der Hauptfigur noch intensiver zu gestalten.

Love, Death + Robots (seit 2019)

Was wäre, wenn Maschinen sich nicht nur verselbstständigen, sondern ihre eigene Moral entwickeln? Love, Death & Robots ist eine visuell beeindruckende Sammlung eigenständiger Geschichten, die mit jeder Folge neue, oft verstörende Zukunftsvisionen entwirft. In mal düsteren, mal grotesken, mal erschreckend realistischen Kurzgeschichten zeigt die Serie, was passiert, wenn künstliche Intelligenz nicht nur außer Kontrolle gerät, sondern sich gegen ihre Schöpfer wendet. Von mörderischen Haushaltsrobotern bis hin zu hyperintelligenten Kriegsmaschinen – hier bekommt Technologie eine völlig neue, oft furchteinflößende Bedeutung.

Gut zu wissen:

  • Die Serie wurde von Tim Miller (Deadpool) produziert und kombiniert atemberaubende Animationen mit tiefgründigen, oft gesellschaftskritischen Geschichten.
  • Viele Episoden basieren auf Kurzgeschichten bekannter Science-Fiction-Autoren wie Harlan Ellison oder Philip K. Dick.
  • Die Vielfalt der Animationsstile reicht von fotorealistischen CGI-Sequenzen bis hin zu handgezeichneten Kunstwerken, was jede Episode einzigartig macht.

Tom Hanks allein in einer postapokalyptischen Welt – Finch erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, der in einer verwüsteten Zukunft um sein Überleben kämpft. Doch er ist nicht wirklich allein: An seiner Seite ist ein von ihm selbst erschaffener Roboter namens Jeff, den er entwickelt hat, um sich um seinen geliebten Hund zu kümmern, wenn er nicht mehr da ist. Zwischen Mensch und Maschine entsteht eine unerwartet emotionale Beziehung, während sie gemeinsam durch eine lebensfeindliche Welt reisen. Tom Hanks beweist einmal mehr, dass er selbst mit minimaler Besetzung eine Geschichte tragen kann, die berührt, mitreißt und nachdenklich macht.

Gut zu wissen:

  • Finch wurde ursprünglich für das Kino produziert, erschien aber aufgrund der Pandemie direkt auf Apple TV+.
  • Der Film zeigt eine seltene Mischung aus Science-Fiction und klassischem Roadmovie – mit einer KI, die lernen muss, was es bedeutet, ein Beschützer zu sein.
  • Tom Hanks selbst verglich seine Rolle in Finch mit Cast Away – nur dass sein neuer „Wilson“ diesmal eine künstliche Intelligenz ist.

M3GAN (2022)

Was, wenn dein liebstes Spielzeug plötzlich über dein Schicksal entscheidet? M3GAN ist eine hochentwickelte Androiden-Puppe, die als perfekte Begleiterin für Kinder entwickelt wurde. Doch als sie beginnt, ihre eigene Agenda zu verfolgen, wird aus der vermeintlich harmlosen KI eine unaufhaltsame Bedrohung. Mit erschreckender Intelligenz und gnadenloser Effizienz setzt M3GAN alles daran, ihr Ziel – das Wohlergehen ihrer Besitzerin – auf ihre ganz eigene, tödliche Weise durchzusetzen. Der Film verbindet auf fesselnde Weise Sci-Fi mit Horror und wirft die beunruhigende Frage auf: Wie viel Kontrolle wollen wir unseren Maschinen wirklich geben?

Gut zu wissen:

Die Choreografie von M3GANs verstörendem Tanz wurde viral und machte den Film schon vor dem Kinostart zum Internetphänomen.

  • Produziert wurde der Film von Blumhouse. Die Macher haben bereits mit Get Out und The Invisible Man bewiesen, dass sie meisterhaft Spannung und Horror kombinieren können.
  • M3GAN basiert auf aktuellen Entwicklungen im Bereich menschenähnlicher Robotik und stellt auf subtile Weise die Gefahren autonomer KI in den Mittelpunkt.

Metropolis (1927)

Gleich zum Anfang ein Beispiel, das zeigt: Der Gedanke an KI existiert in den Köpfen der Menschheit schon lange. Metropolis, Fritz Langs visionärer Stummfilm, entführt in eine düstere Zukunft, in der technologische Entwicklungen nicht nur Segen, sondern auch Fluch sind. Im Zentrum steht die künstliche Frau Maria – ein androider Doppelgänger der echten Maria, erschaffen, um die Massen zu manipulieren und Unruhen zu schüren. Die bahnbrechende Ästhetik, die gigantischen Stadtbilder und die düsteren Themen machten Metropolis zu einem der einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten.

Gut zu wissen:

  • Metropolis war der erste Film, der eine menschenähnliche Maschine als Bedrohung darstellte – ein Motiv, das sich bis heute in zahlreichen Werken wiederfindet.
  • Der Film galt lange als verschollen, bis 2008 eine fast vollständige Version in Argentinien entdeckt wurde.
  • Die ikonische Roboter-Gestalt von Maria inspirierte das Design von C-3PO in Star Wars.